Ausflug nach Pfaffen-Schwabenheim

Am 6. Mai trafen wir uns vormittags vor der Klosterkirche von Pfaffen-Schwabenheim  –  unter stahlblauem Himmel und einer warmen Frühsommersonne.

Wir waren 18 Personen, die von Norbert Theis begrüßt wurden, einem gebürtigem Pfaffen-Schwabenheimer und engagiertem Mitglied der Fördergemeinschaft dieser kleinen Gemeinde.
Faszinierend ist deren Engagement, seine historischen Denkmäler zu erhalten. So hat es einem gregorianischen Chor und bietet ein Klosterfest, Konzerte, Vorträge und vieles  mehr.

Fast zwei Stunden ließ Norbert Theis die bewegte Geschichte dieses ehemaligen Augustiner Chorherrenstifts bei seiner Führung wieder lebendig werden. Gegründet im Jahre 1040 vom Seligen Eberhard von Nellenburg, ist es die größte unveränderte barocke Klosteranlage in Rheinland-Pfalz und wurde wie vieles zu dieser Zeit leider Opfer des Pfälzischen Erbfolgekrieges.
Noch älter ist die Geschichte des Ortes selbst, der bereits vor 770 urkundlich erwähnt wurde. Aber es gibt noch frühere Funde von den Römern und sogar aus der Jungsteinzeit, also älter als 5000 Jahre.

Zwischendurch erhielten wir im römisch-gothischen Chorraum eine kleine Kostprobe eines gregorianischen Kirchenliedes, gesungen von Florian Guerinot und Norbert Theis.
Im Oratorium des Stifts wurde uns, zwischen den Portraits der sieben Pröpste des Klosters, eine kleine Erfrischung mit Getränken und Weinen der Region angeboten.

Wir wurden durch den historischen Ort und danach über Wiesen und Pferdekoppeln zu unserem Mittagessen geführt. In der „Pferdepension Sonnenhof“ wartete ein leckeres Buffet auf uns. Unter Bäumen konnten wir uns stärken und entspannen.

Nach dem Mittagessen hatte Norbert Theis noch eine Überraschung für uns. Der Pferdehof beherbergt eine beeindruckende Sammlung an Pferdewagen und Kutschen; so z. B. einen „Landauer“, einen römischen Streitwagen, alte Postkutschen, einen Feuerwehrwagen, einen kleinen „Victorianer“. Einige von uns sind in alte Gewänder geschlüpft. Seht ihr Christiane als römischer Gladiator auf dem Wagen, oder Serge als Kutscher?

Und danach, alle im Sattel oder besser in der Kutsche, mit dem richtigen (und dem falschen) Kutscher eine fröhliche Kutschfahrt im Rhythmus der Pferde in diesem kleinen Paradies. Bleibt nur offen, ob der Williams oder die Mirabelle auch auf dem Programm standen…

Was zählt ist, dass wir mit Musik und Begeisterung  – und einem kleinen Kaffee zum Schluss -den Tag beschließen konnten, vor wir uns trennen mussten.

Schaut euch die Bilder an, sie sprechen für sich

Steffi Carstensen